„Blumen für Stukenbrock“

16.08.17

50 Jahre gegen das Vergessen und ein Beitrag zur Entspannung in Europa

STUKENBROCK – Zu der Mahn- und Gedenkveranstaltung „Blumen für Stukenbrock“ wird am Samstag, 2. September, auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock-Senne eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 14.00 Uhr mit einer Friedhofsführung. Um 15.00 Uhr steht eine Kranzniederlegung mit anschließender Ansprache von Dr. Ulrich Schneider, Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer gegen den Faschismus, auf dem Programm. Vom 1. September bis zum 3. September sind zahlreiche Jugendorganisationen zu einem Jugendcamp am Friedhof eingeladen.

„Blumen für Stukenbrock“ wurden zu einem Symbol für die Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Ausrichtung (Christen, Juden, Atheisten, Muslime, Aktive der Friedensbewegung und in politischen Parteien, Parteilose und Gewerkschafter). Viele Persönlichkeiten, einschließlich des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck, verneigten sich vor den Toten des Stalag 326 in Stukenbrock. Zu ihnen zählten außerdem Raissa Gorbatschowa, Hannelore Kohl und Christina Rau sowie Heinrich Albertz. Mehrere Bücher, Zeitungen, Fernsehsendungen und Filme befassten sich mit dem Lager und dem Friedhof.
Nach langem und zähem Bemühen entstand die Dokumentationsstätte des Stalag 326. Seit Anfang der 1970er Jahre hatte sich der Arbeitskreis dafür eingesetzt, die ihm von Überlebenden überlassenen Dokumente der Öffentlichkeit zugängig zu machen. Der Arbeitskreis will durch seine Arbeit mit den Opferverbänden in der UdSSR, in Polen, Frankreich und Italien einen Beitrag zur Entspannung in Europa leisten.

Info: Auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Stukenbrock ruhen die in deutscher Gefangenschaft in der Zeit von 1941-1945 zu Tode gequälten 65.000 sowjetischen Kriegsgefangenen des STALAG 326-VI K Stukenbrock-Senne. Im Sommer 1967 wandte sich ein Kreis von Persönlichkeiten aus Kirche und Politik mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit gegen das Vergessen der Unmenschlichkeit des 2. Weltkrieges. Damit wurde der Grundstein für die jährlich folgenden Mahn- und Gedenkveranstaltungen am ersten Wochenende im September gelegt.

Weitere Informationen: www.blumen-fuer-stukenbrock.de

 

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