Geheimnisvolle Lebendigkeit
Ausstellung: Wachswerke von Michael Jochinke im Katharina-Luther-Haus
Gütersloh. Als „Wiedererinnerung vorgängiger Ausdrucksweisen, Malen und Zeichnen“ erlebt der Paderborner Michael Jochinke den bildnerischen Umgang mit dem Material Wachs und benennt seine Tafeln als einen vorläufigen Versammlungsort dessen. Unter dem Titel „Wachswerke 2006-2009“ ist im Eingangsbereich des Katharina-Luther-Hauses derzeit eine Auswahl seiner strukturreichen, abstrakten Werke zu sehen.
Seit 2005 arbeitet der Grafik-Designer und Diplom-Pädagoge mit Wachstafeln. Buchseiten, Holz-Fundstücke, Zeichen arbeitet Jochinke impulsiv in sie ein. Sie werden übergossen, gekratzt, Wachsschichten werden übereinander gelegt oder mit Glas vereinigt. Mit der Zeit entstandene Risse und Verformungen beschreiben – trotz der synthetischen Variante des Materials – eine geheimnisvolle Lebendigkeit der Bilder.
Die Ausstellung wurde am vergangenen Sonntag mit einem Wortgottesdienst eröffnet. Hierbei verwies Hausleiter Markus Bartsch-Mertens auf das Ausstellungs-Konzept des Katharina-Luther-Hauses: Den pflegedürftigen Bewohnern und der Gütersloher Öffentlichkeit soll im Rahmen von barrierefreier Teilhabe der Zugang zur Kunst ermöglicht werden. Künstler aus Ostwestfalen bilden in einem gemeinwesentlichen Sinn den Schwerpunkt der jährlichen Ausstellungen.
Das Katharina-Luther-Haus zeigt die Werke von Michael Jochinke noch bis zum 30. April 2010.
