Zehn Jahre „Erste Hilfe für die Seele“

Das 10-jährige Jubiläum nahmen die Mitglieder der NFB zum Anlass für eine Fortbildung. Foto: NFB
12.07.10

Jubiläum der Notfallbegleitung im Kreis Gütersloh

Sie haben in den letzten 10 Jahren rund 2.500 Menschen betreut, die durch Unfälle, Suizide oder häusliche Todesfälle in seelische Not geraten sind. In über 500 Begleitungen sind sie quer durch den Kreis Gütersloh aktiv gewesen. Dabei haben sie 25.000 Kilometer in ihren Privat-Pkw zurückgelegt. Und das alles ehrenamtlich. Die Rede ist von den rund 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Notfallbegleitung Gütersloh, die in diesem Jahr auf ihr 10-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

 

Vor einem Jahrzehnt stellte eine Gruppe mit Vertretern von Kirche, Polizei, Rotem Kreuz und Malteser Hilfsdienst Überlegungen an, auch im Kreis Gütersloh eine Organisation zu schaffen, die Angehörigen und Opfern in schwierigen Situationen beisteht. In mehreren Nachbarkreisen gab es damals schon Notfallseelsorge-Organisationen. So wurde im Jahr 2000 im Gütersloher Kreishaus die Gründungsurkunde unterschrieben. Die Schirmherrschaft übernahm Landrat Sven-Georg Adenauer.

 

Das NFB-Team gewährleistet an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr eine Bereitschaft, um bei einem Notfall so schnell wie möglich vor Ort zu sein und „Erste Hilfe für die Seele“ zu leisten. Seit Ende 2009 steht die NFB auf Wunsch des Kreises auch zur Betreuung von betroffenen Einsatzkräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes zur Verfügung.

 

Die Arbeit der NFB geschieht ausschließlich ehrenamtlich. Kosten für Ausstattung und Fortbildung der Mitglieder werden durch Spenden gedeckt. Strukturiert wird die Arbeit der NFB durch ein Orga-Team, dem Ursula und Peter Rutschkowski (Polizei), Karin Kropat (DRK), Andreas Freßmann (Malteser) und Marco Beuermann (Kirche) angehören.

 

Das Jubiläum nahmen die Mitglieder der NFB nun zum Anlass, um an einem Fortbildungswochenende auf zehn erfolgreiche Jahre zurückzublicken, aber auch um neue Aufgaben für die Zukunft in den Blick zu nehmen. So wurden die Teilnehmer in Themenbereichen wie „Umgang mit Stress-Situationen“ und „Arbeit der NFB in Großschadenslagen“ geschult.

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