Konfis für den Glauben begeistern
Konfi-Camp 2010: Jugendliche des Kirchenkreises leben eine Woche als „Gemeinde auf Zeit“
Kirchenkreis. Zum sechsten Mal erlebten Jugendliche im Konfirmandenalter aus dem Evangelischen Kirchenkreis Gütersloh das Konfi-Camp in den Sommerferien: Insgesamt 263 Jungen und 276 Mädchen verbrachten unter dem Motto „Jesus inside“ acht Tage voller Spaß und Gemeinschaft im Kinder- und Jugenderholungszentrum Frauensee nahe Berlin. Das Camp wurde von 132 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden betreut. Hinzu kamen 40 jugendliche Trainees, die sich im CVJM Gütersloh zu Jugendmitarbeitern ausbilden lassen. Mitgemacht haben die Kirchengemeinden Beckum, Gütersloh, Friedrichsdorf, Neubeckum, Oelde, Rheda-Wiedenbrück, Sennestadt, Verl und Wadersloh.
Die Tage begannen und endeten mit einer Andacht. Vormittags standen Unterrichtseinheiten zum Thema „Jesus“ auf dem Programm. So erlebten die Jugendlichen die Taufe Jesu „live“ als Bibeltheater im Frauensee und überlegten dann, was ihre eigene Taufe für sie bedeutet. Auch Aspekte wie Schuld und Vergebung sowie das Abendmahl haben die Mitarbeitenden für die Jugendlichen lebensnah und sinnlich erfahrbar aufbereitet. „In dieser Woche leben wir mit den Konfis als Gemeinde auf Zeit“, erklärt Konfi-Camp-Geschäftsführer Wolfgang Laubinger. Der kreiskirchliche Jugendreferent betont: „Dabei wollen wir sie natürlich auch für unseren Glauben begeistern.“
Nachmittags konnten die Konfis aus 50 Workshop-Angeboten auswählen: Ob sportlich, technisch oder kreativ – für jeden Geschmack war etwas dabei. Hinzu kamen „connecting games“ zur Stärkung der Gemeinschaft: Nur im Team konnten die Jugendlichen einen imaginären „reißenden Fluss“ überwinden, ein gefährliches „Spinnennetz“ durchqueren oder ein Seil entknoten. Abends durfte jeder auf der Bühne der „Showtime“ seine Talente entfalten oder mit der Konfi-Camp-Band „7 days made“ abfeiern. Höhepunkte waren ein Tagesausflug nach Berlin und der Markttag. An diesem Tag gestalteten alle Konfi-Gruppen Marktstände, an denen sie selbst gemachte Leckereien, witzigen Spiele, Serviceleistungen und Geschenkartikel anboten.
Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr als Folge der Hitze mussten die Veranstalter auf gemeinsames Grillen verzichten. Für eine Abendandacht mit einem erleuchteten Labyrinth stiegen sie von Kerzen kurzerhand auf LED-Leuchten um. Andere Beeinträchtigungen wie bei einem Gewitter beschädigte Zelte und Raupen des Prozessionsspinners, deren Haare allergische Hautreaktionen auslösen können, taten der guten Laune keinen Abbruch.
„Das Miteinander in der Gruppe finde ich toll“, sagt ein Mädchen. Einem Jungen gefallen „die Betreuer, die Spiele, die Workshops und die netten Freunde“. Wie gut die Mischung von Konfirmandenunterricht und Freizeit, Spaß und Spiritualität bei den jungen Leuten ankam, zeigt ein Video, das auf der Website www.konfi-camp.de zu sehen ist. Die gute Stimmung, die vielen Angebote, die Band und natürlich den See finden sie gut, die Andachten auch. „Macht Spaß, ist cool“, fasst ein Junge seine Eindrücke zusammen. Auch die – überwiegend ehrenamtlichen - Mitarbeitenden kommen zu Wort. Viele von ihnen waren selbst vor Jahren als Konfirmand dabei und fahren jeden Sommer wieder mit.
„Es ist einfach toll, wie die Ehrenamtlichen das Camp tragen und es sich von Jahr zu Jahr weiter entwickelt“, freut sich Laubinger. „Das Konfi-Camp ist eine einmalige Chance, junge Menschen zu erreichen. So etwas muss man einfach machen!“
Mehr Informationen unter www.konfi-camp.de.
kj
