Diakonie bietet mit Sozial-O-Mat Entscheidungshilfen

Informative Übersicht zu ausgewählten, sozialpolitischen Positionen der Parteien für die Bundestagswahl

Berlin. „Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist ungerecht, weil es die Menschen benachteiligt, die arbeiten“, „Die Pflegeberufe müssen durch bessere Arbeits- und Lohnbedingungen attraktiver werden“, „Alle Kinder sollten ab sofort ein Recht auf Ganztagsbetreuung in Kita und Schule haben“, „Abgelehnte Asylbewerber müssen konsequent abgeschoben werden.“

Diese und viele weitere sozialpolitische Aussagen der im Bundestag vertretenen Parteien können Wählerinnen und Wähler ab sofort für sich bewerten und erfahren, welche von ihnen ihren Positionen am nächsten kommen.

Heute startet die Diakonie Deutschland ihren neuen Sozial-O-Mat zur Bundestagswahl. Er bietet allen Interessierten eine informative Übersicht zu ausgewählten, sozialpolitischen Positionen der Parteien für die Wahl am 26. September.

„Nur wer wählt, entscheidet mit über unsere gemeinsame Zukunft in Deutschland“, sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie: „Dabei kommt gerade den Weichenstellungen in der Sozial- und Gesundheitspolitik eine herausragende Bedeutung zu, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Belastungen durch die Corona-Pandemie. Wie wollen wir die Folgen der Pandemie bewältigen? Wie kann soziale Teilhabe aller gelingen und der rasante gesellschaftliche Wandel gestaltet werden? Der Sozial-O-Mat bietet eine erste Orientierung und zeigt auf, welchen Stellenwert zentrale Fragen der Sozialpolitik und des gesellschaftlichen Miteinanders in einer kommenden Regierung und im Parlament haben werden.“

Wie schon zur Bundestagswahl 2017 und zur Europawahl 2019 zeigt der Sozial-O-Mat der Diakonie Deutschland auf, wie die im Bundestag vertretenen Parteien zu ausgewählten sozialen Themen stehen: Arbeit, Gesundheit, Familie und Kinder, Migration. Der Sozial-O-Mat ist parteipolitisch neutral, eine zentrale Auswertung der Ergebnisse erfolgt nicht. Nutzerinnen und Nutzer können 20 Thesen mit „stimme zu“, „stimme nicht zu“, “neutral“ oder „These überspringen“ bewerten und mit den Positionen von CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, FDP und AfD abgleichen. Der Sozial-O-Mat errechnet den Grad der individuellen Übereinstimmung mit den Antworten der Parteien. Beispielhafte Geschichten aus der Praxis zeigen außerdem, welche Auswirkungen die verschiedenen politischen Ansätze für die Betroffenen haben.

Ulrich Lilie: „Gute Politik braucht gut informierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger. Als Instrument der politischen Bildung eignet sich der Sozial-O-Mat auch als guter Ausgangspunkt für lebendige politische Diskussionen zum Beispiel in Schulen, Vereinen oder Kirchengemeinden.“

Den Sozial-O-Mat erreichen Sie unter www.sozial-o-mat.de.